Resend hat gezeigt, wie angenehm eine E-Mail-API sein kann: klare Endpunkte, gute SDKs, ein aufgeräumtes Dashboard. Für viele Unternehmen in Deutschland und der EU bleibt aber eine Frage offen: Wo liegen die Daten, und welches Recht gilt für sie? Resend ist ein US-Unternehmen. Auch wenn Mails über eine europäische Region laufen, unterliegt der Anbieter US-Recht wie dem CLOUD Act. Das macht Datenschutz-Folgenabschätzungen aufwendig und Gespräche mit Datenschutzbeauftragten lang.
ridu verfolgt denselben Ansatz für Entwickler, betreibt die gesamte Infrastruktur aber in Deutschland – ohne US-Anbieter im Datenpfad.
Wechsel in einer Zeile
ridu spricht die Resend-API: dieselben Pfade, Felder, Fehlercodes und Webhook-Signaturen. Die offiziellen Resend-SDKs für Node.js, Python, PHP und Go funktionieren unverändert. Du tauschst den API-Key und setzt die Basis-URL:
RESEND_API_KEY=rd_live_…
RESEND_BASE_URL=https://api.ridu.ai # Node.js, PHP
RESEND_API_URL=https://api.ridu.ai # Python
Danach verifizierst du deine Absender-Domain einmal bei ridu. Dafür brauchst du zwei DNS-Einträge: einen TXT-Eintrag für DKIM und einen CNAME, der Return-Path, Bounce-Verarbeitung und SPF abdeckt.
Was gleich bleibt
- E-Mails:
POST /emails, Batch-Versand mit bis zu 100 Mails, geplante Mails mitscheduled_at, Idempotency-Keys, Anhänge, Tags. - Domains und API-Keys mit denselben Rechten (
full_access,sending_access). - Kontakte, Segmente, Topics und Broadcasts – auch die älteren
/audiences-Pfade. - Vorlagen mit
{{{VARIABLE}}}-Syntax und Veröffentlichung. - Webhooks mit Svix-Signatur: dein vorhandener Prüfcode bleibt.
Was bei ridu anders ist
| ridu | |
|---|---|
| Firmensitz und Recht | Deutschland, EU-Recht |
| Rechenzentrum | Hetzner, Falkenstein (ISO/IEC 27001) |
| US-Unterauftragnehmer | Keine |
| Auftragsverarbeitungsvertrag | Beim Anlegen des Kontos, Version dokumentiert |
| Öffnungs-/Klick-Tracking | Standardmäßig aus |
| Aufbewahrung von Mail-Inhalten | 7 Tage, einstellbar bis „sofort nach Zustellung“ |
| Einwilligungsnachweis für Newsletter | Eingebaut, mit Double-Opt-In |
| Abrechnung | Euro, Rechnung als XRechnung, Reverse Charge in der EU |
Für wen sich der Wechsel lohnt
Besonders für Teams, die Kundendaten aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz verarbeiten, für Agenturen mit öffentlichen Auftraggebern, für Gesundheits- und Finanzanwendungen und für alle, deren Kunden in Ausschreibungen nach dem Datenstandort fragen. Die Antwort „Server in Deutschland, deutscher Anbieter, kein Drittlandtransfer“ spart in diesen Gesprächen Wochen.
So gehst du vor
- Kostenloses Konto anlegen – 3.000 Mails im Monat sind frei.
- Absender-Domain hinzufügen und die zwei DNS-Einträge setzen.
- Im Testmodus mit einem
rd_test_-Key deine Integration prüfen; nichts wird zugestellt. - Key und Basis-URL in der Produktion tauschen.